Serdar Somuncu liest aus dem Tagebuch eines Massenmörders MEIN KAMPF

Serdar Somuncu liest aus dem Tagebuch eines Massenmörders MEIN KAMPF Hot

Ecke Buck   21. Februar 2016  
Serdar Somuncu liest aus dem Tagebuch eines Massenmörders MEIN KAMPF

Comedy u. Kabarett

Interpret/Künstler
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CD
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1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
8,0

Rückentext:

1. Drei Fragen
2. Im Elternhaus
3. Der Arier als Kulturbegründer
4. Wiener Lehr- und Leidensjahre
5. Die Judenfrage
6. Volk und Rasse
7. Die Deutsche Arbeiterpartei

1996 begann Serdar Somuncu seine spektakuläre szenische Lesereise mit Adolf Hitlers Mein Kampf. Sechs Jahre lang spielte er über 1.500 Abnende und erreichte mehr als eine halbe Million Menschen. Im Jahre 2000 wurde sein Auftritt im NS-Dokumentationszentrum Köln aufgezeichnet und im Dezember 2015 als Zeitdokument einer außergewöhnlichen und spektakulären Auseinandersetzung mit der „verbotenen“ Lektüre neu veröffentlicht.

Somuncus Lesung ist nicht demagogisch oder verführend, sondern zeigt deutlich, welche wirren Gedankengänge der nationalsozialistischen Ideologie zugrunde liegen, und demaskiert das Absurde, Groteske der Hitlerschen Formulierungen und seiner Ideen.


Hörspiegel Meinung:

Die am 11. November 2000 im NS-Dokumentationszentrum Köln aufgezeichnete Auseinandersetzung Serdar Somuncus mit Adolf Hitlers Mein Kampf stellt ein Hördokument dar, das sehr intensiv wirkt. Dabei stellt Somuncu erklärende Worte sowie die Auseinandersetzung mit der heutigen Zeit neben die stimmlich stark herausgestellten Passagen, die er in Szene setzt. Durch diese Art des Vortrags werden die Widersprüche und schrägen Gedankengänge Hitlers in ihrer Absurdität noch verstärkt. 

Hört man diese Darbietung, so stellt sich einmal mehr die Frage, wie diese zuweilen äußerst skurrilen Satzkonstruktionen Massen beeindrucken konnten und leider auch heute noch zu beeindrucken scheinen. 

Ein Programm, das durch Lachen aufrüttelt und zum Nachdenken anregt!

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